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Wunder Jesu
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top
Wunder des Jesus von Nazaret sind nach dem Neuen Testament (NT) wesentlicher Teil seines Handelns. Die Evangelien und einige später entstandene Apokryphen erzählen von Wundertaten Jesu in Galiläa, Judäa und Jerusalem. Diese von Urchristen verfassten Texte verkßndigen damit Jesus Christus als Sohn Gottes, sind also Glaubensaussagen ßber ihn. Die historische Jesusforschung nimmt an, dass tatsächliche Heilungen Jesu einige der ältesten Wundererzählungen veranlassten und diese später legendarisch vermehrt wurden.
Einige Texte des NT beziehen sich auf Wundertaten Gottes an Jesus, darunter die Jungfrauengeburt, Taufe Jesu und Auferstehung Jesu Christi.
Contents
⢠Begriff
⢠Neues Testament
⢠Heilungswunder
⢠Geschenkwunder
⢠Rettungswunder
⢠Strafwunder
⢠Totenerweckungen
⢠Heilende GÜtter
⢠Magier
⢠Charismatiker
⢠Zeichenpropheten
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Einzelnachweise
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Begriff
Das in der Antike Ăźbliche Wort fĂźr âWunderâ war das griechische thauma fĂźr âErstaunlichesâ, âAuĂergewĂśhnlichesâ. Es unterscheidet nicht zwischen Ereignissen, die Ăźber die Alltagserfahrung hinausgehen, oder unerwartet, unerklärlich und ohne bekannte Ursachen geschehen. Das NT verwendet diesen Begriff fĂźr Jesu Taten nur einmal, als Plural (Mt 21,15 ). Er erscheint sonst nur bezogen auf satanische, verfĂźhrerische Mächte. Paulus von Tarsus spricht von âLĂźgenapostelnâ, die sich als Christi Apostel ausgeben, also ähnliche Heiltaten wie diese demonstrieren (2 Kor 11,14 ): âKein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.â Die Johannesapokalypse bezieht das Verb âsich verwundernâ gerade nicht auf ein heilvolles Ereignis, sondern auf die blutigen Christenverfolgungen im RĂśmischen Reich, das als âHure Babylonâ symbolisiert ist (Offb 17,6 ).
Das NT bezeichnet Jesu Taten auch nicht als terata fĂźr ungeheuerliche Geschehnisse oder fĂźr Beweise, die auf die besondere Fähigkeit des Täters schlieĂen lassen. Jesus habe das Verlangen seiner Gegner nach solchen Beweisen fĂźr seine Messianität zurĂźckgewiesen und deren Wundererwartung kritisiert:
âDa seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden.â
â
Mk
8,12
âDa sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.â
â
Joh
4,48
Denn auch endzeitliche VerfĂźhrer gäben solche Zeichen (Mk 13,22 ; vgl. Dtn 13,2â6 ). Das Johannesevangelium bezeichnet gleichwohl sieben Taten Jesu ausdrĂźcklich als Zeichen (altgriechisch ĎΡΟξáżÎą semeia) und fasst diese am Ende des Evangeliums als konstitutiv fĂźr die Messianität Jesu und den Glauben seiner Leser zusammen:
âNoch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner JĂźnger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.â
â
Joh
20,30â31
Oft wird Jesu Heilkraft in den Wundertexten mit dem Ausdruck dynamis â Kraft, Macht â bezeichnet (Lk 10,13 ). Von dieser wird landesweit erzählt (Mk 5,30 ; 6,2); sie bahnt den Weg der Erkenntnis Ăźber Jesu wahre Identität (Mk 8,27ff. ). In Jesu Eigenaussagen und der unmittelbaren Reaktion von Augenzeugen auf ein Wunder jedoch dominiert der Begriff exousia â Vollmacht â, der auf Gottes Auftrag, so zu handeln, verweist (Mk 1,27 ). Dabei soll das Heilwunder diesen nur sekundär bestätigen, nicht primär begrĂźnden (Mk 2,10 ). Dort, wo nach seiner Identität gefragt wird, verweist Jesus auf das, was in seiner Umgebung geschieht, nämlich die ErfĂźllung von Gottes VerheiĂungen fĂźr die Heilszeit (Mt 11,4f. ). Er sagt nicht: âIch tue dasâ.
Deshalb ordnet die neutestamentliche Wissenschaft Jesu Wunder nicht einfach in einen allgemeinen antiken Wunderbegriff ein, sondern untersucht ihre jeweilige Besonderheit.
Neues Testament
Austreibung von Dämonen
Besonders das Markusevangelium berichtet von Jesu Auftreten gleich zu Beginn, er habe Dämonen ausgetrieben. Ihm folgen die ßbrigen Synoptiker mit teils ähnlichen, teils abgewandelten Exorzismus-Berichten:
⢠Heilung des Besessenen aus Gerasa (Mk 5,1â20; Mt 8,28â34; Lk 8,26â39)
⢠Fernheilung der Tochter einer Ausländerin (Mk 7,26â30)
⢠Heilung des epileptischen Knaben (Mk 9,14â29)
⢠Heilung eines Stummen (Mt 9,32â34)
⢠Heilung eines Blinden und Stummen (Mt 12,22) oder Stummen (Lk 11,14)
⢠Heilung des schlafwandlerischen Knaben (Mt 17,14â21)
Die Exorzismen finden alle in Galiläa oder Judäa, nicht in Jerusalem statt. Sie betreffen vor allem Menschen mit damals unheilbaren Krankheiten, die man sich als âBesessenheitâ durch eine fremde, bĂśse, den Menschen beherrschende Macht erklärte. Typische ZĂźge dieser Berichte sind: Der Mensch ist dem Dämon vĂśllig ausgeliefert; dieser redet durch ihn. Es findet ein Kampf zwischen Jesus und dem bĂśsen Geist auf dem âGebietâ des Kranken statt, bei dem Jesus siegt: Er kennt den Dämon, nennt ihn beim Namen und befiehlt ihm, auszufahren. Auch die Dämonen erkennen Jesus als den Sohn Gottes, den sie fĂźrchten und verkĂźnden mĂźssen (Mk 1,24.34; 3,11). Sie sind auch noch nach der Austreibung gefährlich und suchen sich einen Ort, um âhineinzufahrenâ (Mk 5,12f.; Mt 12,43ff.).
Anders als andere antike Austreibungsberichte erwähnt das NT von Jesus keinerlei Rituale wie Geheimwissen, Beherrschung fremder dämonischer Sprache, Magie, gewalttätiges Vorgehen, mit denen er den Dämon besiegt. Seine âWaffeâ ist allein die befehlende unwiderstehliche Anrede. Damit verkĂźndigen die NT-Berichte, dass Jesus Ăźber Gottes SchĂśpfermacht verfĂźge, Gott also in ihm gegenwärtig sei.
Die Austreibungen geschehen als Ăśffentliche Heilwunder. Durch sie verbreitet sich die Kunde von Jesus rasch âim ganzen galiläischen Landâ (Mk 1,28), später auch in anderen Gegenden (Mk 3,8). Zugleich wachsen mit seinen Heilerfolgen Skepsis und Ablehnung (Mk 3,6). Wegen Jesu Heilkraft feinden einige Jerusalemer Schriftgelehrte ihn als angeblich mit Beelzebub verbĂźndet an (Mk 3,22-30). Daher veranlassen die Exorzismen Streitgespräche Jesu mit Schriftlehrern und Gegnern oder sind eingebettet in Ăśffentliche Lehrreden oder JĂźngerbelehrung Jesu Ăźber die unreinen Geister (Mt 12,43ff).
In den Wunderberichten selbst fehlen direkte BezĂźge zur Botschaft Jesu vom nahen Reich Gottes, der Umkehrruf, ethische Ermahnungen an Geheilte oder der Ruf in die Nachfolge Jesu. Erst im erzählerischen Rahmen sind sie mit diesen Themen verbunden. Mk 14â15 etwa ist nicht von der Gesamtkonzeption des Markusevangeliums zu trennen.cite-ref-1[1] Gottes Herrschaft realisiert sich auch nach der Logienquelle, die sonst kaum von Wundern berichtet, in den Exorzismen (Mt 12,28; Lk 11,20 ):
âWenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommenâ
Dies erklären die meisten Neutestamentler nicht nur aus nachÜsterlicher Gemeindesituation, sondern fßhren es im Kern auf den historischen Jesus zurßck: Er habe in dem Bewusstsein agiert, an der Schwelle einer neuen Welt zu stehen, in der das BÜse bereits besiegt sei (Lk 10,18).cite-ref-2[2]
Jesu Antwort auf die Messiasfrage des inhaftierten Täufers (Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?) wird meist fĂźr authentisch gehalten. Sie verwies summarisch auf prophetische VerheiĂungen, die seine Heilwunder verwirklichten (Mt 11,1â6 ):
âBlinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hĂśren; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkĂźndet.â
âSelig, wer an mir keinen AnstoĂ nimmt.â
Auf welcher Kraft diese Taten beruhten, war offenbar schon zu Jesu Lebzeiten umstritten. Die sich daraus ergebenden Missionsprobleme kÜnnten erklären, dass dieser Wundertyp bei den von Markus abhängigen Synoptikern Matthäus und Lukas weniger oft erscheint und im Johannesevangelium ganz fehlt, das sonst gerade die Auseinandersetzung um Jesu Vollmacht mit seinen Gegnern betont.
Die Exorzismen bewegten offenbar auch nichtchristliche Heiltäter, im âNamen Jesuâ zu heilen (Mk 9,38f.). Sie lĂśsten in Judäa, wo man nichts von Jesu Herkunft wusste, GerĂźchte aus, wonach er der wiedergeborene Elija sei (Mk 8,28). Das war wohl keine von Christen erfundene Tradition, da fĂźr sie nicht Jesus, sondern Johannes der Täufer der wiedergeborene Prophet der Endzeit war (Mk 9,13; Mt 11,14). Demnach haben diese Wunder schon Jesu Zeitgenossen beeindruckt und wurden nicht nur von Jesu Anhängern Ăźberliefert.cite-ref-3[3]
Heilungswunder
Andere Heilungswunder Jesu geschehen ohne Kampf mit einer dämonischen Fremdmacht: durch aktive oder passive Ăbertragung seiner Kraft auf die kranke Person oder durch seinen Befehl oder Zuspruch. Die Kranken oder ihre AngehĂśrigen bitten oft selber darum. Er berĂźhrt sie oder sie berĂźhren ihn. Dazu gehĂśren:
⢠Heilung der Schwiegermutter des Simon Petrus in Kafarnaum durch HandberĂźhrung (Mk 1,29â31 par.)
⢠Heilung eines Aussätzigen durch Handausstrecken und Wortbefehl (Mk 1,40ff.)
⢠Heilung des GichtbrĂźchigen nach SĂźndenvergebung (Mk 2,1â12)
⢠Heilung des Menschen mit der verdorrten Hand am Sabbat (Mk 3,1â6)
⢠Heilung der Frau mit Blutfluss durch BerĂźhren des Gewandes Jesu und Freispruch (Mk 5,25â34)
⢠Heilungssummarium am See Genezareth (Mk 6,54ff.)
⢠Heilung des Taubstummen in der Dekapolis (Mk 7,31â37)
⢠Heilung des Blinden von Bethsaida (Mk 8,22â26)
⢠Heilung des Blinden am Ortsausgang von Jericho (Mk 10,46â52)
⢠Heilung eines Gelähmten durch SĂźndenvergebung (Lk 5,17â26)
⢠Heilung von zehn Aussätzigen (LK 17, 11â19)
⢠Heilung einer Frau am Sabbat (Lk 13,10â17)
⢠Fernheilung des Knechtes eines rĂśmischen Offiziers in Kafarnaum (Mt 8,5â13 par.)
⢠Heilung eines Beamtensohnes in Kana (Galiläa) (Joh 4,47â53)
⢠Heilung des Kranken am Teich Bethesda (Joh 5,1â9)
⢠Heilung eines Blindgeborenen am Teich von Siloah (Joh 9,1â7)
Einige Berichte stellen Jesu Heilkraft als eine Art Aura dar, die jeden, der ihn (sogar ohne sein Wissen) berßhrt, erfasst. Andere setzen voraus, dass er diese Kraft, meist durch Handauflegen, in freier Entscheidung selbst weitergab; den seit 38 Jahren Gelähmten fragt Jesus zuvor, ob er gesund werden wolle (Joh 5,6). Wieder andere Texte gehen davon aus, dass er wie ein Arzt Heilmethoden anwandte, die schrittweise die Heilung bewirkten.
AusgefĂźhrt wird dies nur selten, etwa im Falle des Blinden von Bethsaida: Dieser wird zuerst aus dem Ort gefĂźhrt, also von seiner sozialen Umgebung isoliert, seine Augen werden mit Speichel benetzt, hinzu kommt mehrfaches Handauflegen. Einem Tauben steckt Jesus die Finger in die Ohren; einem Blinden legt er einen Brei aus Speichel und Erde auf die Augen und sendet ihn, sich zu waschen (Joh 9,6f). Das direkte befehlende Wort an die Person (z. B. âSteh auf, nimm dein Bett und geh!â in Mk 2,11; Joh 5,8 oder âStrecke deine Hand aus!â in Mk 3,5) ist jedoch auch in dieser Wundergattung entweder unmittelbar heilend oder der Durchbruch zur Heilung als letzter Schritt.
Die Kranken werden in diesen Texten ohne Vorbedingung und Auflagen geheilt; nur der GichtbrĂźchige wird als SĂźnder angeredet. Jedoch wird seine SĂźnde nicht als Krankheitsursache dargestellt; ebenso wenig erscheinen diese Kranken als von bĂśser Macht Besessene. Bei dem Blindgeborenen weist Jesus die Annahme einer Bestrafung fĂźr die SĂźnden der Eltern ausdrĂźcklich zurĂźck (Joh 9,2f).
In vielen dieser Berichte spielt das Glaubensmotiv eine Rolle, das auch auĂerhalb von Wunderberichten vorkommt, so im Jesuswort vom bergeversetzenden Glauben (Mk 11,22ff.). Der Zuspruch Dein Glaube hat dich gerettet stellt das unbedingte Vertrauen des Hilfesuchenden in Jesus bereits als Heilung fest, noch bevor diese eingetreten ist. Dies findet sich nur in Jesuswundern, nicht in der antiken Umwelt. Dort ist der Glaube an den Wundertäter Folge der erfahrenen Wunderwirkung, hier ist er selbst Teil der Heilung. Diese zielt auf den Lobpreis Gottes, nicht auf den Ruhm des Wundertäters (Mk 2,12).
Einige Heilungswunder wurden als âNormenwunderâ bezeichnet, weil das Wunder eine Regel, ein Gebot Gottes oder ein ethisches Verhalten begrĂźndet und bekräftigt. Während solche Wunderberichte in der Umwelt oft einer Normverschärfung dienten, sind sie in der synoptischen JesusĂźberlieferung selten und demonstrieren die Entschärfung einer Norm. So setzen Jesu Heilungen am Sabbat in der Synagoge die Norm, das Einhalten der Sabbatruhe, zugunsten der Lebensrettung auĂer Kraft. Damit handelte Jesus so wie der Toralehrer Hillel, der den Bruch des Sabbatgebots zur Lebensrettung schon vor Jesu Auftreten erlaubt hatte. Jesus bekräftigt diese Erlaubnis zudem durch entsprechendes eigenes demonstratives Handeln. Auch den JĂźngern erlaubte er diesen Bruch laut Mk 2,23ff (Ăhrensammeln am Sabbat).
Geschenkwunder
Hier bewirkt ein Wunder Jesu eine groĂe Menge Nahrung als Gabe an eine Gruppe von Menschen, die Mangel erlebten, ohne dass Jesus direkt darum gebeten wurde:cite-ref-4[4]
⢠Speisung der 5000 (Mk 6,35â44 par Mt 14,13â21; Lk 9,10â17; Joh 6,1â13)
⢠Speisung der 4000, eine Dublette (Mk 8,1â9 par Mt 15,32â38)
⢠der wunderbare Fischfang (Lk 5,1â11)
⢠ein weiterer wunderbarer Fischfang (Joh 21,3â6)
⢠die Wandlung von Wasser in Wein bei der Hochzeit zu Kana (Joh 2,1â11)
Besonders die johanneischen Wundertexte enden mit der Beschreibung der Wirkung auf die Beobachter, mit Worten wie: âSo tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine JĂźnger glaubten an ihn.â (Joh 2,11 ).
Solche Texte kĂśnnen durch einzelne Merkmale der VerkĂźndigung Jesu angeregt worden sein, etwa die Gastmähler und die Ăberlieferung vom Abendmahl Jesu. Sie greifen auch Motive wie die wunderbare Brotvermehrung auf, die aus dem Tanach von Elischa bekannt waren (2. KĂś 4,42ff. ), um sie zu Ăźberbieten. Die breite Streuung, Doppelung und Steigerung der Geschichte von der Massenspeisung in den Evangelien zeigt, dass sie von Urchristen schon frĂźh erzählt wurde. Sie ist gedanklich verbunden mit der Seligpreisung Jesus (Lk 6,21 ):
âSelig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.â
Auch die Zukunftsvision eines groĂen Festmahls aller VĂślker (Jes 25,6ff.), die in Jesusworten wie Mt 8,11 anklingt, kann diese Wundererzählung beeinflusst haben. Die Betonung des Sattwerdens durch Teilen des wenigen, das zum Leben da ist, verweist auch auf die eventuell schon vorausgesetzte GĂźtergemeinschaft der Jerusalemer Urgemeinde (Apg 2,45f.).
Rettungswunder
Hier geschieht eine wunderbare Rettung von Anhängern Jesu aus von Naturgewalten verursachter Not.
⢠der Seewandel: Jesus erscheint als von auĂen eingreifende gĂśttliche Gestalt (Mk 6,45ff. ).
Beide Naturwunder haben Analogien in der antiken Umwelt: Die Fähigkeit zum Gehen auf dem Wasser und zum Bändigen von Wind und Wellen galt als Zeichen gĂśttlicher Macht. Indem diese Berichte Jesus solche Fähigkeiten zuschreiben, setzen sie laut Gerd TheiĂen ein Wissen von seiner Auferstehung implizit schon voraus und seien daher nur als nachĂśsterliche Dichtung erklärbar.cite-ref-5[5]
Strafwunder
Die Verfluchung des Feigenbaums (Mk 11,12ff.) ist das einzige im NT von Jesus berichtete âStrafwunderâ: Es trifft anders als Strafwunder im Tanach (2 KĂśn 2,23f.) oder späterer urchristlicher Ăberlieferung (Apg 5,1ff.) keine Menschen und wird bei Markus in enge positive Beziehung zur GebetserhĂśrung und SĂźndenvergebung gebracht (Mk 11,20â26).cite-ref-6[6]
Totenerweckungen
Die Berichte von Wiedererweckungen Sterblicher nehmen unter den Wundertexten des NT eine Sonderstellung ein:
⢠Tochter des Synagogenvorstehers JaĂŻrus (Mk 5,21ff.35â43)
⢠JĂźngling von NaĂŻn (Lk 7,11â17)
Darin finden sich Motive der Exorzismen â Heilung gegen Widerstände (Mk 5,40; Joh 11,38), durch wortmächtige Anrede (Mk 5,41; Lk 11,14; Joh 11,43) â mit ZĂźgen der Therapien â Heilung auf eigene Initiative Jesu (Lk 7,13f; Joh 11,11) oder auf Bitte von Betroffenen (Joh 11,20.32), Rettung aus verzweifelter Not (ebd., v.33) â vereint.
Bei Lukas fĂźhrt das Wunder zum gemeinsamen Lobpreis Gottes, ohne Jesus hervorzuheben (Lk 7,16): Dieser Text gilt als zur Logienquelle gehĂśrig, die nur dieses Wunder Ăźberliefert. In den Ăźbrigen beiden Texten spielt das Glaubensmotiv eine besondere Rolle. Markus verkoppelt sein Beispiel einer Totenerweckung mit einem anderen Wundertext und erzielt so eine Steigerung, die die Ăberwindung des Unglaubens der Zeugen betont (Mk 5,35â39.42).
Johannes stellt dieses Auferweckungswunder als HĂśhepunkt der Offenbarungstaten Jesu und AuslĂśser seiner Passion dar. Er fĂźhrt hier so wie in allen seinen Wunderbeispielen das Thema Wer ist Jesus breit aus, indem er die Heilung mit längeren Dialogen auf dem Weg zur Tat und einer Ich-bin-Rede Jesu verbindet (Joh 11,25ff.). Jesus offenbart die von ihm zugesagte Herrlichkeit Gottes (Joh 11,40â53): Dies fĂźhrt zur endgĂźltigen Polarisierung zwischen seinen Anhängern und Feinden, die daraufhin seinen Tod beschlieĂen. So schafft der Evangelist eine enge Korrespondenz zwischen Jesu Tat an einem Toten und der kommenden Auferstehung des hingerichteten Jesus.
Das Schweigegebot
Das Markusevangelium und ihm folgend die Synoptiker ßberliefern mehrfach den Befehl Jesu an ausgetriebene Dämonen und Augenzeugen seiner Wunder (Jßnger und Geheilte), das Erlebte niemandem weiterzuerzählen (Mk 1,44; Mk 7,36; Mk 9,9). Dieses Schweigegebot betrachtete die NT-Forschung seit William Wrede oft als Teil eines redaktionellen Konzepts vom Messiasgeheimnis. Dabei wird angenommen, dass erst der Evangelist Jesus diese Worte in den Mund legte, um auf das fßr ihn eigentliche Wunder hinzuweisen: die Selbstoffenbarung des Sohnes Gottes durch sein Leiden fßr andere und seinen stellvertretenden Sßhnetod am Kreuz (Mk 8,31). Die ßberlieferten Wundertexte sollten Jesu Sendung einerseits bestätigen, erschwerten aber andererseits nach Markus seine Verkßndigung, indem sie Jesus auf seinen Ruf als Krankenheiler festlegten.
FĂźr manche Exegeten sollte Jesu Schweigegebot âdem sich bei jeder Heilung vergrĂśĂernden Zulauf wehrenâ.cite-ref-7[7] Die Heilungswunder konnten demnach zur Erkenntnis seiner Identität verhelfen oder aber diese verstellen: Letzteres kĂśnnte die Ăźberlieferten Schweigegebote erklären. Klaus Berger erklärt sie dagegen aus Jesu Ablehnung bloĂer Bekenntnisse, denen keine Taten folgen (Mt 7,21).cite-ref-8[8]
AuĂerkanonische Wunderberichte
Einige spätere auĂerkanonische Texte erzählen von einzelnen Wundern Jesu. Hierzu gehĂśren die Abgarlegende (Ăźberliefert von Eusebius von Caesarea), das Kindheitsevangelium nach Thomas (KThom) sowie das von diesem abhängige Arabische Kindheitsevangelium, das spätere Wunderlegenden des Koran Ăźber Isa bin Maryam (Jesus, Sohn der Maria) beeinflusste. Sie gehĂśren nach der NT-Forschung bereits zur Ăberlieferung der Kirche, die die verschrifteten kanonischen Evangelien voraussetzte und mit Legenden ausschmĂźckte.cite-ref-km-247-9-0[9]
Das fragmentarisch erhaltene Nazaräerevangelium etwa variiert die Erzählung von der Heilung der verdorrten Hand (Mt 18,21f. ): Der Geheilte ist hier Maurer und tritt an Jesus mit einer Heilungsbitte heran, um seinen Beruf wieder ausßben zu kÜnnen.cite-ref-10[10]
Im Kindheitsevangelium des Thomas (KThom 2) wird das Sperlingswunder erzählt: Der fĂźnfjährige Jesus habe an einem Sabbat aus Lehm zwĂślf Sperlinge geformt, worauf ein alter Rabbiner mit ihm schimpfte, weil an einem Sabbat kein Handwerk ausgeĂźbt werden dĂźrfe. Mit einem Händeklatschen habe Jesus den Gebilden zugerufen: âFort mit euch!â Darauf seien sie lebendig geworden und davongeflogen. â Diese Legende stĂźtzt sich auf Einzelmotive der Evangelien wie den Bruch des Sabbatgebots, die Berufung der zwĂślf JĂźnger, vor allem aber auf das wortmächtige Handeln Gottes als SchĂśpfer. Die Aussage ist: Jesus handelt wie der SchĂśpfer auch am Sabbat, als dieser von seinen Werken ruhte (Gen 2,2 ). Er benutzt dasselbe Erdmaterial fĂźr die Sperlinge wie Gott fĂźr die Menschen (Gen 2,7 ), um spielerisch die Berufung und Aussendung der JĂźnger vorwegzunehmen.cite-ref-km-247-9-1[9]
Besonderheiten gegenĂźber zeitgenĂśssischen Analogien
Die Zeugnisse von Jesu Wundertaten wurden in der religionsgeschichtlichen Forschung seit dem 19. Jahrhundert mit ähnlichen antiken Wunderberichten verglichen. Dabei wurden verschiedene damals typische âModelleâ an ihn herangetragen.
Heilende GĂśtter
Religion und Medizin waren in der Antike nicht getrennt: Von den Kultorten zahlreicher verschiedener GĂśtter gingen im Glauben des Hellenismus Heilkräfte aus. Priester und Ărzte arbeiteten dort oft Hand in Hand. Ein schon seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. bekannter Wallfahrtsort war das Heiligtum des Gottes Asklepios in Epidauros. Dort entstand eine Art Kurzentrum, das Kranke von weither anzog und den, der es betrat, mahnte: Rein muss der sein, der in den weihrauchduftenden Tempel eintritt. Reinheit heiĂt: reine Gedanken haben.cite-ref-11[11] In diesem Bereich galten besondere Regeln: Gebärende und Sterbende waren nicht zugelassen, der Verzehr von Opferfleisch verboten. Nach einer Serie von Ritualen erwarteten die weiĂ gekleideten Kranken im Schlaf die Heilung oder im Traum die Heilungsanweisung durch den Gott. Votivtafeln am Eingang kĂźndeten von den Wundern, die dabei geschehen sein sollen. Diese wurden hier einer entrĂźckten sakralen Sphäre zugeordnet. Sie waren mit mĂźhevollen Auflagen fĂźr den Geheilten, der die Reise dorthin auf sich genommen hatte, verbunden.
Dieses Verständnis von Heilung als Absonderung vom Alltagsleben und rituelle EigenbemĂźhung um Vollkommenheit wies Jesus nach dem NT zurĂźck, indem er sich selbst unter Einsatz seines Lebens gerade âUnreinenâ und Ausgegrenzten zuwandte und diese ohne besondere Auflagen zur RĂźckkehr in die Gemeinschaft befähigte.
Der âgĂśttliche Menschâ
Ludwig Bieler stellte 1936 die These auf, Jesus sei im NT nach dem allgemein in der Antike verbreiteten Bild des mit besonderen Kräften begabten âgĂśttlichen Menschenâ (griech. theios aner) stilisiert worden. Viele damalige Herrscher und berĂźhmte Ărzte sollten Ăźber gĂśttliche Heilkräfte verfĂźgt haben. Der jĂźdische Historiker Philo von Alexandria stellte Moses eventuell nach diesem Modell dar.
Bekanntes auĂerbiblisches Beispiel ist der Wanderphilosoph Apollonios von Tyana (â um 97). Die von Philostratus verfasste Biografie aus dem 3. Jahrhundert berichtet von Wanderreisen, Exorzismen, einem Seucheneinhalt und einer Wiederbelebung (Vita Appollonii IV,45). Deren Darstellung zeigt deutliche Unterschiede zu den im NT berichteten Totenerweckungen Jesu:
⢠Der Ich-Erzähler geht von einem Scheintod aus,
⢠er betont die vornehme Herkunft der gestorbenen Konsultochter,
⢠die Heilung geschieht durch Berßhrung und einige unverständliche Worte
⢠der Täter soll bezahlt werden und lehnt dies groĂzĂźgig ab,
⢠der Autor vergleicht seine Tat mit aus griechischen Mythen bekannten Wundern
⢠und fragt zum Schluss, wie das Wunder zustande kam: ob der Scheintod den Ărzten verborgen blieb oder ob Apollonius das erloschene Leben wieder zurĂźckgerufen und angefacht hatte.cite-ref-12[12]
Demgegenßber bezweifeln die NT-Texte nicht die Realität des Todes, sondern betonen sie:
⢠Jesus kam zu spät (Mk 5,35), sogar absichtlich, der Tote verweste schon (Joh 11,4ff.17.39)
⢠Er redet die unmittelbar betroffenen nächsten Verwandten, nicht eine anonyme Zuschauermenge, persÜnlich an (Mk 5,36; Joh 11,23) und trauert mit ihnen (Joh 11,35).
⢠Er muss Widerstände ßberwinden: Die Bitte um Hilfe wurde schon als umsonst abgewehrt (Mk 5,35), sein Widerspruch wird ausgelacht (Mk 5,39), das Grab ist verschlossen (Joh 11,38).
⢠Er berßhrt nur den Sarg, nicht den Toten, und spricht diesen Üffentlich an (Lk 7,14).
⢠Die NT-Texte versuchen nicht die Wundermethode zu ergrßnden, sondern erfragen bzw. verkßnden nur die Identität des Täters.
⢠Sie bringen die Wunder in enge Beziehung zu Jesu eigenem, die ganze Welt betreffenden Schicksal.
Magier
Ein Gegenmodell zum gĂśttlich begabten Menschen war damals der Magier. Er wurde besonders im Judentum oft negativ als Scharlatan und BetrĂźger bewertet, der mit Satan im Bund stehe: Diese Sicht vertreten in den Evangelien bereits frĂźh Jesu Gegner (Mk 3,22; Mt 27,63; Joh 7,12; Joh 8,48 u. a.). Sie hat sich im Jesusbild des Talmud niedergeschlagen, der ihn gerade wegen seiner Wundertaten, die er als Tatsache voraussetzt, als VolksverfĂźhrer zum GĂśtzendienst (Dtn 13,2-6) betrachtet.
Morton Smith vertrat unter Berufung auf solche Belegstellen die Hypothese, Jesus habe in Ăgypten, wohin seine Familie nach seiner Geburt geflohen sein soll (Mt 2,13ff.), eine regelrechte Ausbildung in magischen Praktiken erhalten, sei von Beelzebub besessen gewesen und habe sich beschwĂśrend der Kräfte des toten Täufers Johannes bemächtigt (Mk 6,16). Damit habe er seine Exorzismen, aber auch andere wunderbare Taten wie Hellsehen, plĂśtzliches Verschwinden, RĂźckzug in die WĂźste, Weitergabe der Vollmacht zur Dämonenaustreibung, Weitergabe verzauberter Nahrung (im Abendmahl) und sogar schwarze Magie, indem er durch verzaubertes Brot den Satan in Judas Iskariot fahren lieĂ (Joh 13,27), bewirken kĂśnnen. Er habe sich fĂźr einen Gottessohn im Sinne der GĂśttersĂśhne griechischer Zauberpapyri gehalten.cite-ref-13[13]
John Dominic Crossan verstand den Begriff Magie als bloĂes Etikett der Gesellschaft, die Wunder mal positiv, mal negativ bewerte. Er sah in Jesu Wundertaten eine Art sozialen Protest gegen die Definitionsmacht der Herrschenden, die Gottes befreiender Macht nicht vertrauten und ihre Toradeutung zementieren wollten (Mk 3,6).cite-ref-14[14]
Ein Teil der urchristlichen Ăberlieferung spiegelt zwar magische VolksfrĂśmmigkeit. Aber Jesus verstand sich nicht als Magier, sondern als Prophet (Mk 6,4). Sein typischer, besonderer Zuspruch Dein Glaube hat dich gerettet zeigt fĂźr Gerd TheiĂen ein magischer Manipulation entgegengesetztes Vertrauen auf die autonome Eigenkraft des Geheilten, das auf der persĂśnlichen Beziehung zu diesem beruhe und ihm neue Gemeinschaft mit seiner sozialen Umwelt ermĂśgliche. Von Jesus sind fast keine ritualisierten magischen Praktiken Ăźberliefert; vielmehr konnte er nach urchristlicher Ăberlieferung allein durch seine unableitbare, von Gott gegebene âVollmachtâ (griech. exousia) heilen. Dieses Charisma habe eben nicht Ăźberall âfunktioniertâ (Mk 6,5). Auch dass er die an ihn herangetragene Forderung nach Beglaubigungswundern ablehnte (Mk 8,11f.), passe nicht zu einem magischen Selbstverständnis. Besonders dass er seine Heilungen als Anbruch des Reiches Gottes verstanden habe, unterscheide ihn von Magiern, die bloĂ die Beherrschung der dämonischen Kräfte und isolierte Mirakel, aber keine endgĂźltige Ăberwindung der Weltherrschaft des BĂśsen anstrebten.cite-ref-15[15]
Charismatiker
Im Raum Palästinas gab es um die Zeitenwende verschiedene Rabbiner, von denen die Gabe, Wunder zu wirken, erzählt wurde. Im 1. Jahrhundert v. Chr. soll Honi ha-M'agel Regen durch das Ziehen eines magischen Zauberkreises herbeigezaubert haben. Er und sein Enkel sind im Talmud die einzigen Juden, die Gott wie Jesus mit Abba (Papa, lieber Vater) anredeten. Ansonsten wurde Honi dort jedoch eher kritisch, von Flavius Josephus (Antiquitates Judaios 14,22â24) dagegen positiv beurteilt.
In Galiläa wirkte um 60â100 Chanina ben Dosa, Hauptvertreter des dortigen Chassidismus. Er lebte in freiwilliger Armut, hatte kein Interesse am Opferkult und legte wie Jesus die Tora mĂźndlich aus (Halacha). Von ihm erzählt die rabbinische Tradition verschiedene Wunder:
⢠zwei Fernheilungen durch Gebet,
⢠Macht ßber Dämonen,
⢠Immunität gegen Schlangenbiss.
Auch wurde er laut Talmud von Gott als mein Sohn bezeichnet (bTaan 3,8; vgl. Mk 1,11). Dieser Titel taucht besonders in den markinischen Exorzismen oft im Munde der Dämonen fĂźr Jesus auf. Honi, Hanina und Jesus wurden zudem mit dem Propheten Elija verglichen (Mk 8,28). Aus solchen Ăhnlichkeiten schloss der jĂźdische Profanhistoriker Geza Vermes: Jesus sei in einem schon vorhandenen âcharismatischen Milieuâ aufgewachsen, das ihn geprägt habe.cite-ref-16[16]
Doch von einer besonderen âVollmachtâ und einer Endzeiterwartung dieser jĂźdischen Charismatiker berichtet die talmudische Tradition nichts; nicht sie, sondern Gott bewirkte dort ihre Wunder, um die sie beteten. Dass Jesu Wunder nicht aus seiner Umgebung oder Ausbildung erklärbar sind, wird dadurch unterstrichen, dass von Johannes dem Täufer und dem Apostel Jakobus, Jesu Bruder, im Gegensatz zu anderen Aposteln keine Wundertaten Ăźberliefert sind und es vor Jesus keine Wundertäter in Israel gab, von denen Dämonenaustreibungen berichtet wurden.
Zeichenpropheten
In den Jahrzehnten vor der ZerstÜrung des zweiten Jerusalemer Tempels im Jahr 70 traten laut Josephus in Palästina einige Propheten auf, die besondere Zukunftszeichen ankßndigten, aber selbst keine Wunder vollzogen:
⢠Die Samaritaner lehnten den Jerusalemer Tempelkult ab. Um 36 versprach ein Prophet ihnen, sie wßrden die verschollenen Geräte ihres eigenen Tempels auf dem Berg Garizim wiederfinden. Damit verknßpften sie die Erwartung, das 722 v. Chr. untergegangene Nordreich Israel werde wiederhergestellt.
⢠Der Prophet Theudas sagte um 44 die Spaltung des Jordans voraus: Dieses dem Schilfmeerwunder (Ex 14) nachgestaltete Wunder ist im Tanach von Josua (Jos 3) und Elija (2 KÜn 2,8) ßberliefert. Es bedeutete symbolisch eine neue Gabe des Landes, also indirekt auch die Befreiung von Fremdherrschaft.
⢠Ein weiterer, anonymer Prophet kĂźndigte in der Regierungszeit des Prokurators Felix (52â60) einen neuen Exodus Israels durch Zeichen in der WĂźste an.
⢠Ein Ăgypter sammelte Anhänger, fĂźhrte sie an den Ălberg und verhieĂ ihnen den Einsturz der Mauern Jerusalems auf seinen Befehl hin (vgl. Apg 21,38).
⢠Jesus ben Ananias trat um 62 in Jerusalem auf und kĂźndigte monoton die Vernichtung von Tempel, Tempelstadt und jĂźdischem Volk an, bis man ihn festnahm und den RĂśmern auslieferte, die ihn auspeitschten und nach ergebnislosem VerhĂśr laufen lieĂen.
Jesus kĂźndigte das kommende Reich Gottes ebenfalls mit noch zu seiner Zeit eintretenden Zeichen an, vor allem mit der TempelzerstĂśrung (Mk 13,2), verbunden mit der Vertreibung der Opferhändler und Geldwechsler (Joh 2,19), die als Anfang und Forderung einer Kultreform verstanden werden konnte. Er wurde daher von seinen Gegnern mit jĂźdischen Zeichenpropheten wie Theudas verglichen. Dessen Schicksal fĂźhrte der Pharisäer Gamaliel laut Apg 5,34â39 im Sanhedrin an, um die geforderte Freilassung der inhaftierten Apostel zu begrĂźnden.
Während die jßdischen Charismatiker Wunder wirkten, ohne eine Weltveränderung zu predigen, und die Propheten diese ohne eigene Wundertaten ankßndigten, liegt Jesu Besonderheit gerade in der Verbindung von beidem:cite-ref-17[17]
âDie Einzigartigkeit der Wunder des historischen Jesus liegt darin, dass gegenwärtig geschehenden Heilungen und Exorzismen eine eschatologische Bedeutung zugesprochen wird. In ihnen beginnt eine neue Welt.â
Historisch-kritische Diskussion
Die Kirchenväter legten die Wunderberichte des NT oft als Demonstration der GĂśttlichkeit Jesu aus. Dagegen fragte schon der rĂśmische Philosoph und Christentumsgegner Celsus um 178 nach ihrer Besonderheit: Sicher habe â[âŚ] vieles erst in der Erzählung der JĂźnger den Charakter des Wunderbaren erhalten [âŚ] Aber nehmen wir einmal an, er [Jesus] habe diese Wunder vollbracht, [âŚ] er habe Kranke geheilt, Tote auferweckt und [âŚ] eine groĂe Menge gespeist:â Es gebe andere Wundermänner, die fĂźr wenig Geld noch grĂśĂere Wunder anbĂśten: âSie treiben Dämonen aus, blasen Krankheiten weg, beschwĂśren Heroenseelen, zeigen kostbare Mahlzeiten [âŚ], die gar nicht wirklich vorhanden sind [âŚ] Wenn diese Leute solche Dinge vollbringen kĂśnnen, mĂźssen wir sie dann fĂźr Gottes SĂśhne halten?âcite-ref-18[18]
Damit erklärte Celsus die Wunderberichte des NT bereits aus dem Glauben der Jesusanhänger und dem religionsgeschichtlichen Vergleich. Seit der Aufklärung wurden diese Kriterien wissenschaftlich ausformuliert. Dabei Ăźbernahm der Rationalismus zunächst die Prämisse, dass nur historisch sein kĂśnne, was naturwissenschaftlich mĂśglich sei. Dem folgten auch damalige Theologen. Demgemäà erklärte etwa Karl Friedrich Bahrdt (1741â1792) die im NT berichteten wunderhaften Vorgänge aus natĂźrlichen, subjektiv fehlgedeuteten Ursachen: So sei Jesus beim Seewandel im Nebel am Seeufer oder auf dort im Wasser liegenden BauhĂślzern entlanggegangen und daher von den JĂźngern fĂźr ein Gespenst gehalten worden, das auf dem Wasser gehen kĂśnne. Bei der Sturmstillung habe er die verängsteten JĂźnger angeherrscht: Schweigt still, was diese auf Wind und Wellen bezogen, die sich zufällig im selben Moment legten. Dies hätten die JĂźnger dann auf seinen âBefehlâ zurĂźckgefĂźhrt.
Auch Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (1761â1851) suchte nach im Text ungenannten Ursachen der Wunder, um diese vernĂźnftig zu erklären: So hätten genĂźgend ZuhĂśrer bei der Massenspeisung Nahrungsvorräte bei sich gehabt. Jesus habe seine Nahrung mit seinen JĂźngern geteilt und die Ăźbrigen Zeugen damit angeregt, ebenfalls ihre Vorräte mit den Mittellosen in ihrer Nähe zu teilen, so dass alle satt wurden.
Diese Erklärungsversuche setzen tatsächliche Ereignisse voraus, deuten aber das Wunderbare aus ihnen heraus. Albert Schweitzer (1875â1965) karikierte dies in seiner Geschichte der Leben-Jesu-Forschung 1906: Die Totenerweckungen solle man betiteln: âJesus bewahrt davor, lebendig begraben zu werdenâ, da es sich aus rationalistischer Sicht jeweils um Scheintote gehandelt habe.
David Friedrich StrauĂ (1808â1874) dagegen fasste in seiner Schrift Das Leben Jesu, kritisch bearbeitet (1836) die Wundergeschichten als gedichtete Mythen auf, die eine bestimmte Idee ausdrĂźcken wollten: Sie seien zur Ăberbietung dessen, was im Alten Testament von den Propheten erzählt wurde, geschaffen worden, um Jesus als den verheiĂenen Messias darzustellen. Jesus habe Wunder selbst eher abgelehnt, aber an ihn herangetragene Erwartungen erfĂźllen mĂźssen.cite-ref-19[19] StrauĂ erklärte einen Teil der Heilwunder Jesu psychosomatisch, andere als absichtslos erdichtete volkstĂźmliche Sagen, die auch ohne historische Basis einen religiĂśsen Sinn hätten:
âSobald er einmal fĂźr einen Propheten galt âŚ, â so traute man ihm auch Wunderkräfte zu, und sobald man sie ihm zutraute, traten sie sicher auch in Wirksamkeit.âcite-ref-20[20]
Auch Ernest Renan, der StrauĂâ Jesusbiografie kannte, beschrieb in Das Leben Jesu (1863) die Wunder Jesu als âunverzichtbares Kennzeichen des GĂśttlichen und als Zeichen prophetischer Berufungen.âcite-ref-21[21]
FĂźr Rudolf Bultmann (Geschichte der synoptischen Tradition, 1921) entstand ein GroĂteil der Wunderberichte erst nach Jesu Tod im Urchristentum. Dabei seien hellenistische Motive auf Jesus Ăźbertragen worden. Das Weinwunder in Kana etwa stamme aus dem Dionysoskult. Auch Martin Dibelius (Formgeschichte der Evangelien 1919) bewertete die meisten Wundertexte als spätere Anpassung der kirchlichen VerkĂźndigung an profane Legenden der antiken Umwelt. Ludwig Bieler (Theios Aner 1936) konstruierte einen âgĂśttlichen Menschenâ als antiken Typos eines Wundertäters, nach dem auch die Figur Jesu gestaltet worden sei. Damit verloren die Wundergeschichten ihren notwendigen Bezug zur âmessianischen Ideeâ (StrauĂ), also zum Glauben an den ErlĂśser aller Menschen als Mitte des christlichen Glaubens. Sie galten nun nur noch als damaliges und heute entbehrliches Mittel, um die eigentliche Glaubensbotschaft auszudrĂźcken: dass Gott durch Jesus an der Welt gehandelt habe und handeln wolle.
Untersuchungen der Redaktionsgeschichte der Evangelien stßtzten diese Sicht. Jeder der Evangelisten stellte die Wundertexte in einen bestimmten erzählerischen Rahmen und hob bestimmte Pointen hervor:
⢠Das Matthäusevangelium kĂźrzte nach Heinz Joachim Held (Matthäus als Interpret der Wundergeschichten: Ăberlieferung u. Auslegung im Matthäusevangelium 1960) die Markusvorlagen, lieĂ bestimmte Wunder aus und versammelte die Ăźbrigen in Mt 8â9 , um Jesus nach seiner Lehre (Mt 5â7 ) als barmherzigen Messias der Tat darzustellen: Wie der von Deuterojesaja verheiĂene Gottesknecht habe Jesus alle Krankheiten auf sich genommen, indem er sie heilte (Mt 8,17 zitiert Jes 53,4 ).
⢠Das Lukasevangelium vermehrte die Wundertexte der Markusvorlage und stellte nach Ulrich Busse (Die Wunder des Propheten Jesus 1977) an ihnen die gegenwärtige ErfĂźllung prophetischer VerheiĂungen an den Armen, Gefangenen und SĂźndern dar. Jesus sei fĂźr Lukas der letzte Prophet der Endzeit, der Gottes Heilswillen erfĂźllte und die Geretteten zum âmessianischen Bankettâ einlud.
⢠Das Johannesevangelium verarbeitete nach Rudolf Bultmann (Das Evangelium des Johannes 1941) eine âZeichenquelleâ von sieben Wundern, die einen naiven Wunderglauben ausdrĂźckten. Diesen habe der Evangelist durch theologische Deutung umgeformt, um auf das eigentliche Wunder hinzuweisen, dass Jesus der Bringer des wahren Lebens sei (Joh 11,25 ). Sein wunderbares Handeln solle seine gĂśttliche Herrlichkeit (griech. doxa) zeigen, mit der er Glauben allein durch das Wort wecke. Dahinter trete das vordergrĂźndige Wunder zurĂźck.
Siehe auch
Commons
: Wunder Jesu
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Nachfolge Jesu
⢠Gleichnisse Jesu
Literatur
Ăbersicht
⢠Kurt Erlemann: Wunder. Theorie â Auslegung â Didaktik. UTB, TĂźbingen 2021, ISBN 978-3-8463-5657-9.
⢠Ruben Zimmermann (Hrsg.): Kompendium der frßhchristlichen Wundererzählungen. Band 1: Die Wunder Jesu. Gßtersloher Verlagshaus, Gßtersloh 2013, ISBN 3-579-08120-9.
Historisch-kritische Untersuchungen
⢠Detlev Dormeyer, Judith Hartenstein, Christian Mßnch, Enno Edzard Popkes, Uta Poplutz: Die Wunder Jesu. 2. Auflage, Gßtersloher Verlagshaus, Gßtersloh 2021, ISBN 978-3-641-31081-3.
⢠Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der Historische Jesus. Ein Lehrbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, 4. Auflage, GĂśttingen 2011, ISBN 978-3-525-52198-4; § 10: Jesus als Heiler: die Wunder Jesu. S. 256â284
⢠Graham Twelftree: Jesus the Miracle Worker: A Historical and Theological Study. Inter Varsity Press, 1999, ISBN 0-8308-1596-1.
⢠Werner Kahl: New Testament Micracle Stories and their Religious-Historical Setting. Vandenhoeck & Ruprecht, GÜttingen 1997, ISBN 3-525-53845-6.
⢠Graham H Twelftree: Jesus the Exorcist: A Contribution to the Study of the Historical Jesus. Mohr Siebeck, Tßbingen 1993, ISBN 3-16-145959-8.
⢠Friedrich M. Fiederlein: Die Wunder Jesu und die Wundererzählungen der Urkirche. Don Bosco Verlag, Mßnchen 1988, ISBN 3-7698-0591-7.
⢠Dietrich A. Koch: Die Bedeutung der Wundererzählungen fßr die Christologie des Markusevangeliums. De Gruyter, Berlin 1975, ISBN 3-11-004783-7.
⢠Gerd TheiĂen: Urchristliche Wundergeschichten: ein Beitrag zur formgeschichtlichen Erforschung der synoptischen Evangelien. (1974) 8. Auflage, GĂźtersloher Verlagshaus, GĂźtersloh 2019, ISBN 978-3-579-04478-1.
⢠Karl Gutbrod: Die Wundergeschichten des Neuen Testaments. Dargestellt nach den ersten drei Evangelien. (1967) 4. Auflage, Calwer, Stuttgart 1978, ISBN 3-7668-0077-9.
Antike Analogien
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⢠Stephanie M. Fischbach: Totenerweckungen. Zur Geschichte einer Gattung. Echter, Wßrzburg 1992, ISBN 3-429-01427-1.
⢠Howard Clark Kee: Miracle in the early christian world. A study in sociohistorical method. Yale University Press, New York 1983, ISBN 0-300-03008-8.
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⢠Gerhard Delling: Antike Wundertexte. (1960) Nachdruck: 2., vÜllig neu gestaltete Auflage, De Gruyter, Berlin 2018, ISBN 978-3-11-135631-0.
Theologie
⢠Manfred KĂśhnlein: Wunder Jesu â Protest- und Hoffnungsgeschichten. Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-020980-0.
⢠Helmut Fischer: Die Wunder Jesu: Ihre Botschaften in den Evangelien. Imhof, Petersberg 2010, ISBN 978-3-86568-493-6.
⢠Bernd Kollmann: Neutestamentliche Wundergeschichten: Biblisch-theologische Zugänge und Impulse fßr die Praxis. 3., durchgesehene und ergänzte Auflage,
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⢠Martin Karrer: Wunder. In: Jesus Christus im Neuen Testament, Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 1998, ISBN 3-525-51380-1, S. 245â262
⢠Rene Latourelle: The Miracles of Jesus and the Theology of Miracles. Paulist Press International, U.S., 1988, ISBN 0-8091-2997-3
⢠Leonard Goppelt: Theologie des Neuen Testaments. § 15: Die Wunderberichte und ihre Kritik; § 16: Der theologische Sinn der Wunder Jesu (S. 189â206). UTB Vandenhoeck, GĂśttingen 1978, ISBN 3-525-03252-8.
⢠Otto Betz, Werner Grimm: Wesen und Wirklichkeit der Wunder Jesu. Heilungen, Rettungen, Zeichen, Aufleuchtungen. Peter Lang, Frankfurt am Main/Bern/Las Vegas 1977, ISBN 3-261-02397-X.
⢠Alfons Weiser: Was die Bibel Wunder nennt â Sachbuch zu den Berichten der Evangelien. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1975, 6. Auflage 1988, ISBN 3-460-31091-X.
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Predigt, Seelsorge, Unterricht
⢠Eugen Drewermann: Taten der Liebe. Meditationen ßber die Wunder Jesu. Herder, Freiburg 2002, ISBN 3-451-04402-1.
⢠Anton Steiner: Wunder Jesu. Bibelarbeit in der Gemeinde. Themen und Materialien. Benziger, Zßrich 2001, ISBN 3-545-26131-X.
⢠Elrose Hunter: Die Wunder Jesu. Francke, Marburg an der Lahn 1999, ISBN 3-86122-437-2.
⢠Charles C. Ryrie: Die Wunder Jesu. Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg 1998, ISBN 3-89436-085-2.
⢠Oekumenischer Arbeitskreis fßr Bibelarbeit: Wunder Jesu. Friedrich Reinhardt, Basel 1987, ISBN 3-7245-0411-X.
⢠Peter Godzik: Heilwerden in der Nähe Jesu, in: ders.: Erwachsener Glaube. Lebenseinsichten, Rosengarten b. Hamburg: Steinmann 2018, S. 35â44, ISBN 978-3-927043-70-1.
⢠Hans Weder: Wunder Jesu und Wundergeschichten. In: VerkĂźndigung und Forschung 29/1984, S. 25â49.
⢠Reginald Horace Fuller: Die Wunder Jesu in Exegese und Verkßndigung. Patmos, Dßsseldorf 1967
Einzelnachweise
cite-note-11. â Wolfgang Stegemann: Jesus und seine Zeit. Stuttgart 2010, S. 309.
cite-note-22. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 266; Wolfgang Stegemann: Jesus und seine Zeit, 2010, S. 298ff.
cite-note-33. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 270.
cite-note-44. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 267
cite-note-55. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 268.
cite-note-66. â Martin Hengel, Anna Maria Schwemer: Jesus und das Judentum. Mohr/Siebeck, TĂźbingen 2007, S. 463
cite-note-77. â Martin Hengel, Anna Maria Schwemer: Jesus und das Judentum, TĂźbingen 2007, S. 513.
cite-note-88. â Klaus Berger: Kommentar zum Neuen Testament. GĂźtersloh 2011, S. 141.
cite-note-km-247-99. â Martin Karrer: Jesus Christus im Neuen Testament, GĂśttingen 1998, S. 247.
cite-note-1010. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 63
cite-note-1111. â Heinz Schmitz: Wenn GĂśtter heilen. Das Heiligtum des Asklepios in Epidauros
cite-note-1212. â zitiert nach Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 257
cite-note-1313. â Morton Smith: Jesus, der Magier. List Paul Verlag, 1983, ISBN 3-471-78621-X
cite-note-1414. â John Dominic Crossan: Jesus. Ein revolutionäres Leben. C.H. Beck, MĂźnchen 1996, ISBN 3-406-39244-X, S. 198â236.
cite-note-1515. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 276.
cite-note-1616. â Geza Vermes: Jesus der Jude. Ein Historiker liest die Evangelien. (1973) Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1993, ISBN 3-7887-1373-9.
cite-note-1717. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 279; vgl. Gerd TheiĂen: Urchristliche Wundergeschichten, GĂźtersloh 1974, S. 274.
cite-note-1818. â Zitate bei Leonard Goppelt: Theologie des Neuen Testaments, GĂśttingen 1978, S. 190.
cite-note-1919. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus, 2011, S. 261
cite-note-2020. â Ernst und Marie-Luise Keller: Der Streit um die Wunder: Kritik und Auslegung des ĂbernatĂźrlichen in der Neuzeit. GĂźtersloher Verlagshaus, GĂźtersloh 1968, ISBN 3-579-04540-7, S. 86
cite-note-2121. â âVie de JĂŠsusâ, Kap. 16